Versand aus China
Viele werden sich fragen, wie so der Versand von Waren aus China abläuft, so auch in dieser Diskussion im DSLR-Forum. Das will ich nun hier einmal für meinen kleinen Online-Shop schildern.Zuerst einmal gilt es das Sprachproblem zu minimieren, da auf Lieferungen in das nicht-chinesische Ausland ja die Adressdaten in den uns bekannten Buchstaben geschrieben werden müssen (A-Z). Dies ist natürlich schon die erste Hürde, wenn es dann zur Post kommt. Aber dazu später... deshalb wird die Adresse meist ausgedruckt und auf das Paket aufgeklebt.
Bei uns findet jeden Tag Versand statt, oft sogar Sonntags. wieso, da hat doch die Post gar nicht geöffnet, werden sich manche fragen. Richtig, wir versenden zwar über die chinesische Post, die Pakete werden aber von einem Lieferservice bei uns zu hause abgeholt. Warum? Ganz einfach! Bei einen Online-Shop fällt eine nicht unerheblich große Menge an Paketen pro Tag an und diese zur Post zu bringen ist ganz einfach ein Zeitproblem, also wird die Hilfe eines Dienstes in Anspruch genommen, der diese Arbeiten für uns erledigt. Dabei gibt es dann natürlich auch noch einen Preisnachlass, weil der Paketdienst seinen Rabatt von der Post auch teilweise an die Kunden weiter gibt. Auf diese weise haben wir eindeutige Vorteile, was pünktlichen und preiswerten Versand angeht. Allerdings hat das natürlich nicht nur Vorteile, wie der aufmerksame Leser bestimmt schon festgestellt hat (ich schrieb pünktlicher Versand und nicht schneller Versand). Durch die Zwischenschaltung des Paketdienstes kommt es dort natürlich auch manchmal zu Verzögerungen, die sich leider nicht vermeiden lassen, auch nicht, wenn man den Dienst wechselt und diese Aufgabe jemanden anderen überträgt oder direkt zur Post geht...irgendwann ist immer mal ein Paket verschwunden oder auf Irrwegen (auch auf Grund des anfangs angesprochenes Sprachproblem). dies kann die Ursache eines zu beschäftigten Postbeamten sein, oder der Abholdienst hat in irgend einer ecke einen Sack mit Paketen vergessen....oder die Adressdaten sind ganz einfach schlecht abgeschrieben worden, denn das Paket geht natürlich nicht nur mit den von uns aufgeklebten Adressaufkleber auf die Reise, sondern bekommt noch einen Lieferschein mit Nummer und jeder Menge anderer Informationen angeklebt (Gewicht, Warenwert usw.). Diesen Zettel füllen aber nun bedauerlicherweise die chinesischen Angestellten des Lieferservices aus und ohne jemanden zu nahe zu treten, diese Fahrer sind nicht gerade die hellsten Köpfe und dann wird aus einem "e" schnell mal ein "c" oder aus einen kleinen "l" ein großes "I" und "E" und "F" wird auch gern vertauscht. Beachten sollte man dabei, dass dieser Zettel von den Mitarbeitern dann handschriftlich ausgefüllt wird und für diese Menschen sind "unsere" Buchstaben wohl genau so schwierig zu schreiben, als wenn wir uns an chinesischen Zeichen versuchen wollten.
Im Großen und Ganzen funktioniert dieses System ja auch zufriedenstellend, nur manchmal sind dann aber plötzlich Pakete auf Irrwegen oder gänzlich verschwunden. Wo Menschen arbeiten passiert eben auch manchmal etwas.
Warum verschicken wir nicht mehr mit DHL?
Wir hatten in der Vergangenheit auch die Lieferung via DHL angeboten. das war für den Kunden teuer und bei Warenpreisen von z.B. 28 Euro für ein RF 602 Set sind 15 Euro Versandkosten dann keine Relation. Dies ist aber nicht der Grund, warum wir den Versand via DHL eingestellt haben, sondern die extreme Verlängerung der Lieferzeiten, die seit Weihnachten 2009 nicht mehr vertretbar waren, nicht für diesen Preis. da lagen die Pakete gleich mal 3-5 Tage in Hongkong und haben sich nicht bewegt (laut Tracking-Nummer) und kamen dann nach ca. 10 tagen beim Kunden an... wir haben auf der Shop-Webseite schon vorsichtige 4-7 Tage angegeben.
Warum verschicken wir nicht mit einen anderen Express-Lieferservice z.B. Fedex, UPS?
Wir gehen davon aus, dass bei Warenwerten von um die 50 Euro die Versandkosten von ca. 15 Euro nicht gerechtfertigt sind.
Ok, warum lassen wir das nicht die Kunden entscheiden und bitten all diese Dienste an?
Die Antwort darauf ist einfach...
Um einen reibungslosen Ablauf der Bestellung zu gewährleisten, sollten die übermittelten Informationen so gering wie möglich gehalten werden. Wir bemühen uns täglich diesen Ablauf zu optimieren und haben festgestellt, dass es weniger Probleme gibt, wenn man die Möglichkeiten gering hält. D.h. wir bieten NUR den kostenlosen Versand per chinesische Post an, um den Versand zu optimieren und die Wahl für den Kunden zu erleichtern. Auf diese Weise haben wir nur einen Ansprechpartner für den Versand, was die Kommunikation natürlich viel einfacher macht.
Ach so, das hätte ich beinahe vergessen. Die Pakete bekommen auch bei der chinesischen Post eine Tracking-Nummer, nur leider lässt die sich nicht so einfach verfolgen. Die Schweizer Post hingegen kann das, die Pakete können bei der Schweizer Post verfolgt werden, sobald sie die Schweiz erreicht haben. Wir können bei Verlust eines Paketes erst 2 Monate nach angeblichen Versand eine offizielle Nachforschung einleiten, so sind halt die Bestimmungen. Meist schicken wir dann schon Ersatz, selbst auf die Gefahr hin, dass der Kunde dann plötzlich 2 Pakete erhält. Aber bisher konnten wir dafür dann immer eine Lösung finden.
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