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Testbericht Yongnuo SF-18

05-08-2012 @ 09:07,Testberichte,lumi,Kommentar hinterlassen - 0

Hier ein Testbericht eines Kunden über die Blitz-Zusatzstromversorgung Yongnuo SF-18


Zu mir:

Mein Name ist Thorsten Schroers und ich fotografiere schon fast seit dem ich laufen bzw. eine Kamera halten kann. Zu meiner Schulzeit fotografierte ich alle Events an meiner Schule und arbeitet parallel für Wochenzeitungen und Tageszeitungen. In der eigenen Dunkelkammer entwickelte ich Filme und erstellte SW-Abzüge. Meine hauptsächlichen Aufnahmebereiche waren Landschaft, Natur, Tiere, Makro, Table-Top und Reportage. Seit ca. 4 Jahren hat sich mein Schwerpunkt in Richtung Model-Fotografie und Hochzeitsfotografie verschoben. Seit 2012 biete auch Workshops zu verschiedenen Themen an. Mehr unter:

TS-Photographie.com


Vorgeplenkel:

Es ist nun schon einige Zeit her, dass mich Lutz von 8df.de gebeten hat den Batteriepack SF-18 von Yongnuo zu testen. Vorweg, der SF-18 Batteriepacks ist eine zusätzliche Energiequelle für Aufsteckblitze. Er soll für schnellere Bildfolge und mehr Kapazität sorgen, also anders Ausgedrückt: einfach schneller und länger fotografieren. Es gibt 3 Varianten einmal für Canon-, Nikon und Sonyblitzgeräte, die Canon Variante ist auch für die Yongnuo Blitzgeräte geeignet. Diese Variante habe ich getestet.

Alles fing mit einer Benachrichtigung an, dass ich meine 2 SF-18 beim Zoll abholen kann. Ich also hin zum Zoll, das Paket vor den Augen des Zollbeamten geöffnet und ich hatte 2 SF-18 Verpackungen in der Hand. Dank beiliegender Rechnung keine Zollgebühren und Mehrwertsteuer.

Zoll ist Lästig, aber kann bei Importen aus China immer passieren, nach meiner Erfahrung mit 8df.de, habe ich viele Artikel ohne Zollabwicklung bekommen, da der Preis immer unter der Höchstgrenze für Zollgebühren lag. Die Preisersparnis rechtfertigt aber auf jeden Fall den Aufwand, selbst, wenn man Mehrwertsteuer bezahlen muss ist es günstiger, als die Geräte bei einem Deutschen Händler zu kaufen. Klar dauert die Lieferung etwas länger, aber länger als 2 Wochen musste ich noch nie warten. Wie es mit der Garantie aussieht, kann ich nicht sagen, da mich noch keines meiner Yongnuo-Geräte im Stich gelassen hat. Vielleicht mag Lutz dazu was sagen.

Anmerkung von Lutz: Die Lieferzeit beträgt im Allgemeinen 2-3 Wochen, manchmal auch etwas länger. Verzögerungen kommen meistens beim Zoll vor oder bei der deutsche Post. Leider haben wir keine Möglichkeit dies mit der derzeitigen Versandmethode zu beeinflussen und hoffen auf das Verständnis unserer Kunden. Fehlerhafte Ware kann an eine deutsche Adresse zurück geschickt werden und wir schicken von Shanghai aus Ersatz oder erstatten den Kaufbetrag zurück. Reparaturen werden nicht durchgeführt. Die fehlerhaften Geräte können dann zum stark reduzierten Preis als Bastelware im Shop gekauft werden.


Testbericht:

So zu Hause öffne ich die Verpackung und finde einen in einer Tasche verpackten SF-18, eine Befestigungsschraube mit ¼ Zoll-Gewinde und eine Bedienungsanleitung auf Englisch und Chinesisch. Alles macht einen ordentlich verarbeiteten und hochwertigen Eindruck. Auf zum Test, also bestücke ich den SF 18 mit 8 Eneloops und schließe ihn an einen Yongnuo 560 an. Per bestücktem RF-602 löse ich den Blitz bei halber Leistung aus und er ist DIREKT wieder Einsatzbereich, WOW. Probier mal bei voller Leistung, dachte ich mir. Gesagt getan, ohne Stoppuhr, nach ca. 1 Sekunde kam das Piepsen und der Blitz war wieder Einsatzbereit. Es können auch 1,2 aber auch 0,8 Sekunden gewesen sein, also unglaublich schnell! Ich war also hellauf begeistert, Verarbeitung TOP, Leistung TOP. Alles eingepackt für´s nächste Shooting. Dieses war ein Testshooting im Duisburger Innenhafen mit Annalena. Dank der schnellen Blitzbereitschaft hatten wir ein flüssiges Shooting. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, nach ca. einer ½ Stunde. Auf einmal quittierten die Blitze ihren Dienst. Wildes gepiepse war zu hören. Zuerst dachte ich, die Akkus seien schon leer, also Akkus getauscht - 12 Stück x 2 - das ist schon heftig. Aber das brachte keinen Erfolg, also lag die Vermutung nahe, dass die Blitze überlastet waren, was auch der Fall war, man waren die heiß! Jetzt hatte ich die Wahl blitzen, abkühlen lassen, blitzen...abkühlen..oder Blitze tauschen..habe mich für Blitze tauschen entschieden, wer das nicht kann, für den ist der Geschwindigkeitsvorteil erst mal vorbei -->Zwangspause!! Ich muss dabei sagen der Einsatzbereich war auch extrem, bei praller Sonne auf ganzer Leistung und Auslösung praktisch, sobald der Blitz aufgeladen war. Bei halber Leistung oder weniger, wäre das bestimmt nicht passiert. Was erst mal als Nachteil klingt ist aber auch ein Vorteil, besser ein Blitz der abschaltet, als einer der durchbrennt. Das ist für mich ein weiterer positiver Aspekt bei Yongnuo, alles ist wirklich sehr gut verarbeitet und hochwertig zu einem sehr günstigen Preis. Ich habe 6 Yongnuo 560er Blitze, 1 460er, 9 RF-602 Blitzauslöser Set´s, 2 Batteriepacks SF-18. Keines dieser Geräte hat bis jetzt, trotz heftiger Beanspruchung den Dienst quittiert. Der SF-18 leistet sehr viel, aber man sollte trotzdem nicht das Maximum von den Blitz fordern, gerade, wenn man die Canon oder Nikon-Systemblitze benutzt, da tut ein verbrannter Blitz sehr weh, bei den Yongnuo´s nicht mehr so sehr...alles im allem kann ich sagen, das ich die SF-18 für meine Yongnuo Blitze weiter einsetzen werde. Für meinen SB 910 und SB 800 habe ich mir auch schon 2 Stück bestellt. Die schnelle Blitzfolge und die längere Blitzbereitschaft lohnen sich für mich. Klar kann man auch die Akkus tauschen, aber bei einem Shooting/Event finde ich das recht störend, wenn man im wichtigsten Moment die Akkus wechseln muss und vor allem die schnelle Blitzfolgezeit ersetzt das nicht. Ich arbeite gerne mit den Yongnuo Geräten, die Bedienung & Qualität ist wirklich überzeugend.


Fazit:

Der Yongnuo SF-18 Batteriepack ist eine sinnvolle Ergänzung für Fotografen, die schnell reagieren, oder über einen längeren Zeitraum (Hochzeit / Event) fotografieren müssen. Ich denke für den „normal“ Nutzer sind sie eher nicht geeignet, da hat man schon mal Zeit 4 bzw. 5 Akkus zu wechseln. Aber im Semi-/Profi Bereich halte ich die Geräte für eine hochwertige und vor allem günstige Alternative zu der Batteriepacks der großen Kameramarken.

Wer fragen hat, kann sich gerne melden, oder auf meiner Homepage
TS-Photographie.com vorbeischauen.


Testbericht 2 - YN-565EX

03-13-2012 @ 04:43,Testberichte,lumi,Kommentar hinterlassen - 0

Testbericht unseres Kunden Markus O. über den YN-565EX (Fotoblog von Markus O.:

Ich habe bereits mehrere Produkte von Yongnuo (Blitze, Fernauslöser, GPS Empfänger) ausprobiert und war immer zufrieden mit Qualität und Preis-/Leistungsverhältnis. Die „einfachen“ Blitze funktionieren prima als Strobists, aber ich wollte dann doch das Nikon Creative Light System (CLS) ausprobieren ohne gleich arm zu werden.. Mehr dazu später.

Lieferumfang, Verarbeitung und Anschlüsse

Der Yongnuo YN-565EX kommt in einer leicht gepolsterten Stoff/Neoprentasche, in der sich in einem separaten Fach auch ein Ständer zum Einsatz des Blitzes außerhalb der Kamera befindet. Die Anleitung ist zweisprachig chinesisch / englisch mit jeweils 30 Seiten pro Sprache. Die Verpackung ist farblich ähnlich wie die Originalverpackungen von Nikon – ein Schelm wer Böses dabei denkt :-)

Alle Teile machen durchgehend einen hochwertigen Eindruck. Das Batteriefach erweckt im Vergleich zu den Vorgängermodellen einen deutlich stabileren Verarbeitungseindruck.
Ein weiteres Fach ist über eine flexible Abdeckung spritzwassergeschützt und bietet einen PC-Anschluss sowie die Möglichkeit eine externe Spannungsversorgung anzuschließen. Diese beiden Anschlüsse habe ich allerdings nicht testen können – ich denke, dass die Wenigsten Verwendung dafür haben.

Funktionsumfang und Test

Der YN-565 EX ist auf einer Höhe mit den Blitzen Nikon SB 700 und SB 900 positioniert. Ohne Details verglichen zu haben, gehe ich einfach mal davon aus, dass alle wesentlichen Funktionen des Nikon auch vom Yongnuo abgedeckt sind.
Die Menüs im Blitz selbst sind nicht selbsterklärend, der Versuch ohne Anleitung klarzukommen ist somit gescheitert. Die Betriebsanleitung ist aber verständlich geschrieben, so dass die ersten CLS Versuche losgehen konnten. Zunächst ist mir aufgefallen, dass meine alten No-Name Batterien den Blitz leider nicht zum Leben erwecken konnten. Ich hätte eigentlich noch genügend Power erwartet.. Nachdem ich die guten Eneloops reingelegt hatte, klappte es aber direkt. Und auch jetzt 2 Wochen später haben die Eneloops noch genügend Power, obwohl ich sie nicht rausgenommen habe – im ausgeschalteten Zustand fließt also kein Strom.

Das erste Mal nun im Master – Slave Modus im CLS. Den eingebauten Blitz der D700 auf Master eingestellt, den Blitz als Slave. Denselben Kanal in Blitz und Kamera ausgewählt und los geht’s. Als Vorgabe habe ich nur Blende und ISO auf Fix gesetzt und dann losgelegt.

Erster Versuch im Zimmer mit Fremdlicht (schräg) aus dem Fenster. Das Histogramm ist ausgewogen, weder Überbelichtungen, noch ist das Bild zu dunkel. Vielleicht könnte man sich noch 1/3 Blendenstufe heller nach ober herantasten, aber das wäre schon Klagen auf hohem Niveau. Dafür, dass ich den Blitz einfach draufgesetzt habe und ohne nachzudenken loslegen konnte kein Problem. Trotz Fremdlicht im Zimmer war der Blitz so hell, dass der Hintergrund fast schwarz wurde (Blende 6.3 und 1/60 sec). Wenn man jetzt die Synchronzeit noch verkürzt, dann sollte man den Hintergrund auch komplett zum Absaufen bekommen.

Zweiter Versuch im Mini-Kellerstudio mit schwarzem Moltonstoff. Auch hier bestätigt sich das Bild. Der Blitz stellt sich sehr gut selbst ein, das Histogramm ist erneut ausgewogen wie erwartet. Auch durch einen weißen Schirm funktioniert der Master Slave Modus. Mit den Eneloops habe ich ca. 2-3 Blitze pro Sekunde schießen können, allerdings habe ich das nicht über eine längere Zeit probiert.

Was ich nicht probiert habe ist die CLS Funktion draußen bei Sonnenlicht – es wäre noch einmal interessant, ob dann auch die Infrarotsteuerung funktioniert.
Der Blitz soll auch das „Canons CLS“ unterstützen, das habe ich aber (noch) nicht getestet; Genauso wie viele andere Features wie bspw. FV-Lock oder Exposure Bracketing.

Fazit

Der Blitz erfüllt alles, was ich von ihm erwartet habe – und das bei einen sehr guten Verarbeitung. Die CLS Funktion klappt auf Anhieb hervorragend, damit hat sich der Einkauf rentiert. Bei einem deutlich günstigeren Preis als die Nikon Varianten habe ich bei der Qualität keinen Grund gesehen, das Original zu wählen. Ganz im Gegenteil, ich werde mich jetzt an 2 Lichtquellen heranwagen und einen zweiten YN 565 ordern.

Testbericht Yongnuo YN-565EX

12-23-2011 @ 02:55,Testberichte,lumi,Kommentar hinterlassen - 0

Heute veröffentliche ich hier den Testbericht über den Yongnuo YN-565EX, der mir freundlicherweise von Daniel Sypke, Fotograf und Betreiber der beiden Webseiten Hochzeitsfotografie (www.sag-ichwill.de) und Portrait- und Businessfotografie (http://www.sag-cheese.de/) zur Verfügung gestellt wurde. In einen ausführlichen Test wurde der YN-565EX gründlich unter die Lupe genommen und seine Stärken und Schwächen beschrieben.

Hier nun der Testbericht:

"Eigentlich nutze ich für meine fotografischen Aufträge in der Regel nur Equipment von Canon, da ich mit Zubehör von Drittherstellern mitunter negative Erfahrungen gemacht habe. Nun habe ich die Möglichkeit bekommen, mir den ETTL Blitz aus dem Hause Yongnuo mal etwas genauer anzuschauen und im Praxiseinsatz zu testen.

Vorweg : Mein Testgerät wurde mir freundlicherweise vom Lumi's Fotozubehör zur Verfügung gestellt und kam direkt aus Shanghai. Der Preis im Shop beträgt aktuell 110€, Einfuhrsteuern / Zoll etc. musste ich nicht bezahlen.

Lieferumfang Yongnuo YN-565EX :

Blitz YN565EX mit integrierter BounceCard und 24mm Streuscheibe
Tasche
Standfuß
Anleitung (kleines Buch, davon 30 Seiten in Englisch, KEIN Faltblatt)
Stromversorgung :

4x AA Batterien bzw. Mignonbatterien. Ein externes Powerpack (z.B. Canon CP-E4 oder kompatible - für schnellere Aufladezeiten und höhere Blitzanzahl) ist anschließbar .

Anschlüsse :

ETTL Blitzschuh aus Metall mit Schraubarretierung
PC Buchse (Auslösung per Blitzkabel)
Externes Powerpack

Haptik :

Der Blitz fühlt sich von der Verarbeitung und von der Kunststoffqualität her wie die aktuellen Canon Blitze an – nichts wackelt, knirscht oder wackelt. Ein Metz AF48-1 wirkt vom Anfassgefühl deutlich günstiger.

Überhaupt wirkt der Yongnuo-Blitz dem altem Canon 580 EX sehr ähnlich. Sei es vom Aufdruck her oder das Bedienpanel. Unterschied hier : dem Yongnuo fehlt der Master/Slave Schalter, der Powerschalter (beim YN durch einen Taster ersetzt) sowie das Drehrad, welches beim Chinesen durch 5 Tasten (Steuerkreuz mit Entertaste) ersetzt wurde. Die Größe beider Blitze ist nahezu identisch.

Der Batteriefachdeckel – bei anderen China-Blitzen oft ein Manko – ist solide und rastet satt ein. Die Anschlüsse für das PC Blitzkabel bzw. dem Powerpack liegen geschützt unter einer Gummiabdeckung.

Der Blitzschuh ist standesgemäß aus Metall, wird aber leider nicht mittels moderner Hebeltechnik sondern "altertümlich" per Feststellschraube arretiert.

Features YN-565EX :

Blitzleistung : Leitzahl 58 bei ISO 100 / 105mm
ETTL II, Multimode (Stroboskopblitz) sowie manueller Modus
Leistungsregelung in 7 Blenden bzw 22 Stufen von 1/1 bis 1/128 ( in 1/3 Blendenstufen regelbar)
Zoomreflektor für 7 Brennweiten (24 / 28 / 35 / 50 / 70 / 80 / 105mm)
Hinweis : Der Blitz erkennt nicht automatisch, das die Streulichtscheibe rausgezogen wurde
Unterstützt Canon und Nikon wireless Protokolle (unabhängig vom Blitzschuh), d.h. der YN-565EX für Canon versteht auch entfesselt Nikon iTTL / CLS
Blitzzündung auf 1. oder 2. Vorhang
ETTL Slavefähig (kann über EOS 7D, 60D und 600D, ST-E2 sowie dem Canon 580EX II im ETTL Modus ausgelöst werden)
Unterstützt FE (Canon) bzw. FV Lock (Nikon)
Je nach Blitzleistung und Batteriequalität 100 - 1500 Blitze pro Batteriesatz
Akustischer Hinweis für beendeten Ladevorgang
Überhitzungsschutz (schaltet bis er abgekühlt ist, ab)
Einstelllicht
rote Displaybeleuchtung
Autosave der letzten Einstellungen
Der Yongnuo Blitz unterstützt leider kein HSS - warum, ist mir schleierhaft und nicht nachvollziehbar :-/

Weitere Informationen (Englisch) sowie das Manual (PDF) gibt es auf der Homepage von Yongnuo.

Ladezeiten :

Ich habe den Blitz bei den Ladezeiten mit dem Canon 430 EX II und dem Metz AF48-1 bei voller ( 1/1 ) Blitzleistung im manuellem Modus verglichen.
Alle Blitze wurden mit frisch geladenen Eneloops bestückt, die Messung erfolgte mit Stoppuhr. Die Ladezeiten ergeben sich aus dem Mittel drei hintereinander gemachter Messungen.



BlitzLadezeit (gemittelt)
Canon 430 EX II2,4 Sekunden
Metz AF48-12,5 Sekunden
Yongnuo YN-565EX 3,1 Sekunden
Yongnuo YN-565EX*2,0 Sekunden

*) Der Yongnuo wurde zusätzlich von einem exteren Batteriepack (Modell von Pixel, bestückt mit 8 Eneloops) mit Strom versorgt.

Einstellmöglichkeiten :

Der Blitz lässt sich in den wichtigen Paramtern wie Modus (ETTL, manuell), Blende, Zoom und Leistung recht intuitiv einstellen. Darüber hinaus können diese Einstellungen auch bequem über das Kameramenu (sofern die Kamera das unterstützt) vorgenommen werden.

Zusätzlich bietet der Yongnuo Blitz über 15 Funktionen, die über die FN Taste verstellt werden können (Standby-Zeit, Piepton bei Blitzbereitschaft, AF Hilfslicht an/aus...)

Praxiseinsatz :

Als erstes fällt nach dem Einschalten (man muss die Powertaste zum Ein- bzw Ausschalten des Blitzes ca. 4 Sekunden gedrückt halten) auf, das der Blitz einen Ladeton von sich gibt, soll heissen das der Blitz seine Einsatzbereitschaft per (abschaltbarem) Piepton signalisiert. Das finde ich grad bei längeren Ladezeiten (also 1/2 und 1/1 Leistung) sehr sinnvoll.

Ich habe den Blitz während eines Gospel-Chor-Shootings in einer sehr dunklen Kirche parallel zum Canon 430EX II benutzt (on Camera im ETTL Modus) und konnte keinerlei Unterschiede in der Belichtung bzw Belichtungsmessung feststellen - EOS 5D Mark II sowie YN-565EX kommunizierten einwandfrei. Etwas störend war hingegen die zu helle Bereitschafts-LED, die im schwachen Licht der Kirche extrem geblendet hat.

Zusammenfassung :

Der ETTL Aufsteckblitz YN-565EX von Yongnuo hinterlässt viel Licht, aber auch Schatten.

Auf der Habenseite verbucht der Blitz aus China eine Haptik, welche sich vor Canon Speedlites nicht zu verstecken braucht. Darüberhinaus ist der Blitz (die richtige DSLR wie z.B. EOS 7D, 5D Mark II... vorausgesetzt) komplett über das Kameramenü konfigurierbar. Die Belichtung des Blitzes im ETTL-Modus funktionierte auf der 5D Mark I wie auch Mark II tadellos, ein Unterschied zum Canon 430 EX II im Praxiseinsatz war nicht feststellbar. Die Änderung der Parameter über das Bedienfeld des Blitzes geht flott von der Hand und der abschaltbare Blitzbereitschaftston ist bei entfesseltem Blitzen in meinen Augen ein sehr sinnvolles Feature. Ein optional erhältlicher externer Batteriepack ermöglicht um 50% kürzere Ladezeiten sowie eine deutlich höhere Anzahl von Blitzauslösungen.

Nicht so gut gefiel mir die zu helle Bereitschafts-LED sowie die einfach zu lange Ein-/Ausschaltzeit - ein schnelles aktivieren des Blitzes ist so leider nicht möglich. Kein Beinbruch, aber überhaupt nicht zeitgemäß ist das Fehlen des HSS Modus.

Fazit :

Der Yongnuo-Besitzer bekommt viel ETTL-Blitz für den aufgerufenen Preis, der Canon 430EX II kostet ca doppelt so viel und kann (vom HSS Modus mal abgesehen) nicht viel mehr. Wenn man die fehlende HSS Funktion verschmerzen kann ist der China-Blitz durchaus als Schnäppchen und Kaufempfehlung zu sehen."

Testbericht: YN RF-602 und YN-560

04-05-2011 @ 08:50,Testberichte,lumi,Kommentar hinterlassen - 0

Testbericht des Kunden A.K. über den YN RF-602 und YN-560

YN RF-602
Das aus einem Sender und einem Empfänger bestehende Set zum kabellosen Auslösen eines Aufsteckblitzes für DSLR-Kameras ist auf den ersten Blick eher wenig vertrauenerweckend. Das Plastegehäuse beider Set-Teile scheint kaum widerstandsfähig. Dieser erste Eindruck täuscht allerdings sehr. Bei genauerem Hinsehen erkennt man schnell die einfache aber qualitativ anspruchsvolle Verarbeitung. Dieser Eindruck lässt sich bestätigen, nachdem mir der Empfänger auf einem voll ausgezogenen Stativ (2m) mit Schwung bei einem Fotoshooting umgestoßen wurde, was er allerdings schadlos überstanden hat. Gegen Spritzwasser, wie es zum Beispiel bei leichtem bis mittelstarkem Regen der Fall ist, scheinen beide Teile zuverlässig isoliert. Darüber hinaus wurde die Wasserfestigkeit allerdings nicht getestet. Die vom Hersteller angegebene Blitzsynchronzeit von 1/250 erreicht das Set ohne Probleme. Ebenso funktioniert die Channelsteuerung einwandfrei. Mit Abstrichen hat man höchstens in Extremfällen zu rechnen: bei extremer Kälte und sehr schwachen Batterien wird teilweise nur unzuverlässig ausgelöst. Ansonsten sind alle vom Hersteller versprochenen Leistungen mindestens erfüllt, wenn nicht übertroffen worden.
Fazit: Ein System, das seinen Preis mehr als Wert ist und fast mit großen Systemen mithalten kann, die ein vielfaches kosten.

YN-560
Der Blitz aus dem Hause Yongnuo macht schon auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Durch die vielstufigen Einstellungsmöglichkeiten ist trotz fehlendem TTL ein sehr variabler Einsatz möglich. Die Streulichtscheibe, die bei Bedarf heruntergeklappt werden kann, erfüllt ihren Zweck hervorragend. Besonders zu empfehlen ist der Einsatz im Fashion oder People Bereich, wo mit dem Blitz ausgezeichnete Ergebnisse erzielt wurden. Je nach Lichtsituation ist der Einsatz auch in „schnelleren“ Momenten möglich, wie zum Beispiel beim Fotografieren von Extremsportarten (Downhill o. ä.), allerdings ist hier bei zu starkem Umgebungslicht aufgrund der relativ langsamen Abbrennzeit bei voller Leistung möglicherweise Bewegungsunschärfe zu verzeichnen. Diesbezüglich muss sich also der Fotograf den Gegebenheiten anpassen.
Fazit: Der Blitz überzeugt durch ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis und eine sehr gute Verarbeitung. Wer mehr Power mit kürzeren Abbrennzeiten haben will, der kommt möglicherweise nicht um ein vielfaches des Preises für diesen Blitz herum, um ein leistungsfähigeres System zu finanzieren. In seiner Leistungsklasse ist der Blitz eindeutig ein Spitzenreiter.

Kamera und Blitz mit der RF-602 drahtlos auslösen

09-11-2009 @ 04:20,Testberichte,lumi,Kommentar hinterlassen - 0

Welcher Fotograf hat nicht schon oft überlegt, was er denn auf die Fototour mitnehmen sollte. Oft sind es dann die kleinen Dinge die fehlen, weil man keinen Platz mehr in der Tasche hatte. Nun gibt es wieder einmal eine gute Nachricht aus dem Hause Yongnuo. Den Wünschen der Fotografen entsprechend wurde die Yongnuo RF-602-Fernbedienung entwickelt, mit der man auf eine Entfernung von bis zu 100 Meter (200 Meter unter guten Bedingungen möglich) entweder seine Kamera oder einen externen Blitz auslösen kann.

Das RF-602 Fernbedienungsset besteht aus dem Sender RF-602TX und dem Empfänger RF-602RX, den Auslösekabeln für die Kamera und Blitz.
Wer schon externe Blitze drahtlos ausgelöst hat, weiß es zu schätzen, wenn man entfesselt blitzen und dabei noch mehrere Blitze gleichzeitig an verschiedenen Positionen aufstellen kann. Ein Sender kann beliebig viele Empfänger auslösen, so dass man in der Anzahl der Blitze nicht beschränkt ist.

Das entfesselte Blitzen funktioniert so: Auf den Blitzschuh der Kamera wird der Sender aufgesteckt. Über den Mittenkontakt erhält er von der Kamera das Auslösesignal. Dieses wird vom Sender RF-602TX dann über ein 2,4GHz-Funksignal zu einen oder mehreren Empfängern gesendet. Auf den Empfänger wird der Blitz aufgesteckt und erhält auch über den Mittenkontakt das Auslösesignal. Wird nun die Kamera ausgelöst, feuern alle Blitze, die auf den Kanal des Senders (bis zu 16 Kanäle möglich) eingestellt sind und sich in Empfangsreichweite befinden.

Mit der RF-602 geht Yongnuo nun noch einen Schritt weiter und bietet ein richtiges Multi-Talent an. Die RF-602 Fernbedienung kann nicht nur externe Blitze auslösen, sondern sogar Ihre Kamera.

Das Fernauslösen der Kamera funktioniert so: Der Sender RF-602TX wird in der Hand getragen und funktioniert als Fernbedienung. Der Empfänger RF-602RX wird auf den Blitzschuh der Kamera gesteckt (es wird dabei keine elektrische Verbindung hergestellt) Am Empfänger wird das Auslösekabel eingesteckt und mittels der Rändelschraube gesichert. Das andere Ende des Kabels wird in die Buchse der Kamera eingesteckt. Wenn nun am Sender RF-602TX auf den Auslöseknopf halb durchgedrückt wird, stellt sich die Kamera auf das Objekt scharf ein und beim ganz durchdrücken wird ausgelöst und das Foto aufgenommen. Dies funktioniert auf eine Entfernung von bis zu 100 Meter über eine Lizenz-freie 2,4GHz Frequenz. Unser Test ergab eine zuverlässige Auslösung auf ca. 30 Meter (Kamera im 2. Stockwerk in der Wohnung wurde von der Straße durch das geschlossene Fenster und ohne Sichtkontakt ausgelöst)
Wenn man diese Technik nun dazu benutzt mehrere Kameras auszulösen, kann man interessante Fotos vom gleichen Objekt von verschiedenen Standorten aus aufnehmen. Ein Sender löst z.B. 5 Kameras aus, die alle auf ein Objekt gerichtet sind, allerdings aus verschiedenen Blickwinkeln, wie man sieht sind dabei der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Das RF-602-Ferbedienungsset wird in einer Blisterverpackung geliefert und enthält eine englische Bedienungsanleitung. Der erste Test verlief ohne Probleme, die Verarbeitung ist erstaunlich gut. Die mitgelieferten Kabel besitzen eine Rändelüberwurfschraube, um das Kabel am Sender/Empfänger zu sichern. Durch die Bauart des RF-602-Empfängers kann allerdings bei auf der Kamera montierten Empfänger der eingebaute Blitz nicht ausklappen. Das kann man vermeiden, wenn man den Empfänger nicht auf den Blitzschuh steckt, sondern anders an der Kamera befestigt, da die elektrische Verbindung sowieso über das angeschlossene Kabel hergestellt wird.


Testbericht Yong Nuo YN460

06-12-2009 @ 04:56,Testberichte,lumi,Kommentar hinterlassen - 0

Hier nun ein kurzer Erfahrungsbericht über den YN460.

Nach einigen Einsätzen zeigt sich der YN460 sehr praktisch und zuverlässig.
Für den Preis und die Qualität kann man aber guten Gewissens sagen, dass es eine lohnende Anschaffung ist.
Mit einigen meiner Fotografenfreunde haben wir den Blitz getestet (teilweise bis zu 300 Fotos mit einen Batteriesatz und 1/1 - 1/2 Leistung) und unsere Ergebnisse zusammengefasst.

- Aufladezeit bei voller Blitzleistung ist mit >= 6 Sekunden relativ lang
- erstes Aufladen nach dem Einschalten ca.10 Sekunden (Kondensator wird immer zuerst voll aufgeladen, egal welche Blitzleistung man einstellt)
- zuletzt eingestellte Blitzleistung "merkt" sich der YN460 nicht
- kein Zoom-Kopf
+ arbeitet hervorragend mit den PT-04 Wireless Trigger zusammen
- 1/64-Leistung ist nicht sehr stabil, d.H. die Blitzleistung ist immer etwas unterschiedlich, was aber bei 1/64 nicht sehr offensichtlich ist.
+ der S2-Modus arbeitet mit Nikon CLS/I-TTL System, d.h. der Blitz zündet NICHT beim Kamera-Vorblitz (im S1-Modus feuert der Blitz auch beim Vorblitz der Kamera)
- optischer Empfänger für den Slave-Funktion ist im Blitzkopf eingebaut, sehr schlecht, wenn man den Blitz in eine andere Richtung blitzen lassen möchte (der Fototransistor kann vom Blitzkopf in hinter das nicht benutzte rote Fenster vor am Gehäuse umgebaut werden)
+ sehr einfache Bedienung
+ preislich unschlagbar

Alles in allen ist dieser preiswerte Blitz trotz der hier aufgeführten vielen Minuspunkte eine sehr gute Lösung, wenn man Strobist-Fotos macht. Ein großer Vorteil den ich sehr schätze, dass man die Blitzleistung sehr schnell durch das Drücken der Taste "Power-Level" erhöhen oder verringern kann und dies auch im Dunkeln durch die kleinen LEDs sehr gut ablesbar ist.

Wir haben auch versucht den PT-04-Wireless-Blitzauslöser-Empfänger gleich in das Gehäuse einzubauen, Platz dafür ist dort drin ja genug. leider scheiterten die Versuche, den Blitz so auszulösen, da offensichtlich irgendwelche Interferenzen mit der Blitzelektronik den Empfang stören. Weitere versuche mit außen liegender und verlängerter Antenne für den Empfänger sind geplant ;-)

Eine Sync-Buchse und eine Buchse für ein externes Akkupack wurde in einen der YN460 auch schon eingebaut, darf man abwarten, was für Mods noch folgen.