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Kamera und Blitz mit der RF-602 drahtlos auslösen

09-11-2009 @ 04:20,Testberichte,lumi,Kommentar hinterlassen - 0

Welcher Fotograf hat nicht schon oft überlegt, was er denn auf die Fototour mitnehmen sollte. Oft sind es dann die kleinen Dinge die fehlen, weil man keinen Platz mehr in der Tasche hatte. Nun gibt es wieder einmal eine gute Nachricht aus dem Hause Yongnuo. Den Wünschen der Fotografen entsprechend wurde die Yongnuo RF-602-Fernbedienung entwickelt, mit der man auf eine Entfernung von bis zu 100 Meter (200 Meter unter guten Bedingungen möglich) entweder seine Kamera oder einen externen Blitz auslösen kann.

Das RF-602 Fernbedienungsset besteht aus dem Sender RF-602TX und dem Empfänger RF-602RX, den Auslösekabeln für die Kamera und Blitz.
Wer schon externe Blitze drahtlos ausgelöst hat, weiß es zu schätzen, wenn man entfesselt blitzen und dabei noch mehrere Blitze gleichzeitig an verschiedenen Positionen aufstellen kann. Ein Sender kann beliebig viele Empfänger auslösen, so dass man in der Anzahl der Blitze nicht beschränkt ist.

Das entfesselte Blitzen funktioniert so: Auf den Blitzschuh der Kamera wird der Sender aufgesteckt. Über den Mittenkontakt erhält er von der Kamera das Auslösesignal. Dieses wird vom Sender RF-602TX dann über ein 2,4GHz-Funksignal zu einen oder mehreren Empfängern gesendet. Auf den Empfänger wird der Blitz aufgesteckt und erhält auch über den Mittenkontakt das Auslösesignal. Wird nun die Kamera ausgelöst, feuern alle Blitze, die auf den Kanal des Senders (bis zu 16 Kanäle möglich) eingestellt sind und sich in Empfangsreichweite befinden.

Mit der RF-602 geht Yongnuo nun noch einen Schritt weiter und bietet ein richtiges Multi-Talent an. Die RF-602 Fernbedienung kann nicht nur externe Blitze auslösen, sondern sogar Ihre Kamera.

Das Fernauslösen der Kamera funktioniert so: Der Sender RF-602TX wird in der Hand getragen und funktioniert als Fernbedienung. Der Empfänger RF-602RX wird auf den Blitzschuh der Kamera gesteckt (es wird dabei keine elektrische Verbindung hergestellt) Am Empfänger wird das Auslösekabel eingesteckt und mittels der Rändelschraube gesichert. Das andere Ende des Kabels wird in die Buchse der Kamera eingesteckt. Wenn nun am Sender RF-602TX auf den Auslöseknopf halb durchgedrückt wird, stellt sich die Kamera auf das Objekt scharf ein und beim ganz durchdrücken wird ausgelöst und das Foto aufgenommen. Dies funktioniert auf eine Entfernung von bis zu 100 Meter über eine Lizenz-freie 2,4GHz Frequenz. Unser Test ergab eine zuverlässige Auslösung auf ca. 30 Meter (Kamera im 2. Stockwerk in der Wohnung wurde von der Straße durch das geschlossene Fenster und ohne Sichtkontakt ausgelöst)
Wenn man diese Technik nun dazu benutzt mehrere Kameras auszulösen, kann man interessante Fotos vom gleichen Objekt von verschiedenen Standorten aus aufnehmen. Ein Sender löst z.B. 5 Kameras aus, die alle auf ein Objekt gerichtet sind, allerdings aus verschiedenen Blickwinkeln, wie man sieht sind dabei der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Das RF-602-Ferbedienungsset wird in einer Blisterverpackung geliefert und enthält eine englische Bedienungsanleitung. Der erste Test verlief ohne Probleme, die Verarbeitung ist erstaunlich gut. Die mitgelieferten Kabel besitzen eine Rändelüberwurfschraube, um das Kabel am Sender/Empfänger zu sichern. Durch die Bauart des RF-602-Empfängers kann allerdings bei auf der Kamera montierten Empfänger der eingebaute Blitz nicht ausklappen. Das kann man vermeiden, wenn man den Empfänger nicht auf den Blitzschuh steckt, sondern anders an der Kamera befestigt, da die elektrische Verbindung sowieso über das angeschlossene Kabel hergestellt wird.


Testbericht Yong Nuo YN460

06-12-2009 @ 04:56,Testberichte,lumi,Kommentar hinterlassen - 0

Hier nun ein kurzer Erfahrungsbericht über den YN460.

Nach einigen Einsätzen zeigt sich der YN460 sehr praktisch und zuverlässig.
Für den Preis und die Qualität kann man aber guten Gewissens sagen, dass es eine lohnende Anschaffung ist.
Mit einigen meiner Fotografenfreunde haben wir den Blitz getestet (teilweise bis zu 300 Fotos mit einen Batteriesatz und 1/1 - 1/2 Leistung) und unsere Ergebnisse zusammengefasst.

- Aufladezeit bei voller Blitzleistung ist mit >= 6 Sekunden relativ lang
- erstes Aufladen nach dem Einschalten ca.10 Sekunden (Kondensator wird immer zuerst voll aufgeladen, egal welche Blitzleistung man einstellt)
- zuletzt eingestellte Blitzleistung "merkt" sich der YN460 nicht
- kein Zoom-Kopf
+ arbeitet hervorragend mit den PT-04 Wireless Trigger zusammen
- 1/64-Leistung ist nicht sehr stabil, d.H. die Blitzleistung ist immer etwas unterschiedlich, was aber bei 1/64 nicht sehr offensichtlich ist.
+ der S2-Modus arbeitet mit Nikon CLS/I-TTL System, d.h. der Blitz zündet NICHT beim Kamera-Vorblitz (im S1-Modus feuert der Blitz auch beim Vorblitz der Kamera)
- optischer Empfänger für den Slave-Funktion ist im Blitzkopf eingebaut, sehr schlecht, wenn man den Blitz in eine andere Richtung blitzen lassen möchte (der Fototransistor kann vom Blitzkopf in hinter das nicht benutzte rote Fenster vor am Gehäuse umgebaut werden)
+ sehr einfache Bedienung
+ preislich unschlagbar

Alles in allen ist dieser preiswerte Blitz trotz der hier aufgeführten vielen Minuspunkte eine sehr gute Lösung, wenn man Strobist-Fotos macht. Ein großer Vorteil den ich sehr schätze, dass man die Blitzleistung sehr schnell durch das Drücken der Taste "Power-Level" erhöhen oder verringern kann und dies auch im Dunkeln durch die kleinen LEDs sehr gut ablesbar ist.

Wir haben auch versucht den PT-04-Wireless-Blitzauslöser-Empfänger gleich in das Gehäuse einzubauen, Platz dafür ist dort drin ja genug. leider scheiterten die Versuche, den Blitz so auszulösen, da offensichtlich irgendwelche Interferenzen mit der Blitzelektronik den Empfang stören. Weitere versuche mit außen liegender und verlängerter Antenne für den Empfänger sind geplant ;-)

Eine Sync-Buchse und eine Buchse für ein externes Akkupack wurde in einen der YN460 auch schon eingebaut, darf man abwarten, was für Mods noch folgen.