Testbericht 2 - YN-565EX
Testbericht unseres Kunden Markus O. über den YN-565EX (Fotoblog von Markus O.:
Ich habe bereits mehrere Produkte von Yongnuo (Blitze, Fernauslöser, GPS Empfänger) ausprobiert und war immer zufrieden mit Qualität und Preis-/Leistungsverhältnis.
Die „einfachen“ Blitze funktionieren prima als Strobists, aber ich wollte dann doch das Nikon Creative Light System (CLS) ausprobieren ohne gleich arm zu werden.. Mehr dazu später.
Lieferumfang, Verarbeitung und Anschlüsse
Der Yongnuo YN-565EX kommt in einer leicht gepolsterten Stoff/Neoprentasche, in der sich in einem separaten Fach auch ein Ständer zum Einsatz des Blitzes außerhalb der Kamera befindet. Die Anleitung ist zweisprachig chinesisch / englisch mit jeweils 30 Seiten pro Sprache. Die Verpackung ist farblich ähnlich wie die Originalverpackungen von Nikon – ein Schelm wer Böses dabei denkt :-)
Alle Teile machen durchgehend einen hochwertigen Eindruck. Das Batteriefach erweckt im Vergleich zu den Vorgängermodellen einen deutlich stabileren Verarbeitungseindruck.
Ein weiteres Fach ist über eine flexible Abdeckung spritzwassergeschützt und bietet einen PC-Anschluss sowie die Möglichkeit eine externe Spannungsversorgung anzuschließen. Diese beiden Anschlüsse habe ich allerdings nicht testen können – ich denke, dass die Wenigsten Verwendung dafür haben.
Funktionsumfang und Test
Der YN-565 EX ist auf einer Höhe mit den Blitzen Nikon SB 700 und SB 900 positioniert. Ohne Details verglichen zu haben, gehe ich einfach mal davon aus, dass alle wesentlichen Funktionen des Nikon auch vom Yongnuo abgedeckt sind.
Die Menüs im Blitz selbst sind nicht selbsterklärend, der Versuch ohne Anleitung klarzukommen ist somit gescheitert. Die Betriebsanleitung ist aber verständlich geschrieben, so dass die ersten CLS Versuche losgehen konnten. Zunächst ist mir aufgefallen, dass meine alten No-Name Batterien den Blitz leider nicht zum Leben erwecken konnten. Ich hätte eigentlich noch genügend Power erwartet.. Nachdem ich die guten Eneloops reingelegt hatte, klappte es aber direkt. Und auch jetzt 2 Wochen später haben die Eneloops noch genügend Power, obwohl ich sie nicht rausgenommen habe – im ausgeschalteten Zustand fließt also kein Strom.
Das erste Mal nun im Master – Slave Modus im CLS. Den eingebauten Blitz der D700 auf Master eingestellt, den Blitz als Slave. Denselben Kanal in Blitz und Kamera ausgewählt und los geht’s. Als Vorgabe habe ich nur Blende und ISO auf Fix gesetzt und dann losgelegt.
Erster Versuch im Zimmer mit Fremdlicht (schräg) aus dem Fenster. Das Histogramm ist ausgewogen, weder Überbelichtungen, noch ist das Bild zu dunkel. Vielleicht könnte man sich noch 1/3 Blendenstufe heller nach ober herantasten, aber das wäre schon Klagen auf hohem Niveau. Dafür, dass ich den Blitz einfach draufgesetzt habe und ohne nachzudenken loslegen konnte kein Problem. Trotz Fremdlicht im Zimmer war der Blitz so hell, dass der Hintergrund fast schwarz wurde (Blende 6.3 und 1/60 sec). Wenn man jetzt die Synchronzeit noch verkürzt, dann sollte man den Hintergrund auch komplett zum Absaufen bekommen.
Zweiter Versuch im Mini-Kellerstudio mit schwarzem Moltonstoff. Auch hier bestätigt sich das Bild. Der Blitz stellt sich sehr gut selbst ein, das Histogramm ist erneut ausgewogen wie erwartet. Auch durch einen weißen Schirm funktioniert der Master Slave Modus. Mit den Eneloops habe ich ca. 2-3 Blitze pro Sekunde schießen können, allerdings habe ich das nicht über eine längere Zeit probiert.
Was ich nicht probiert habe ist die CLS Funktion draußen bei Sonnenlicht – es wäre noch einmal interessant, ob dann auch die Infrarotsteuerung funktioniert.
Der Blitz soll auch das „Canons CLS“ unterstützen, das habe ich aber (noch) nicht getestet; Genauso wie viele andere Features wie bspw. FV-Lock oder Exposure Bracketing.
Fazit
Der Blitz erfüllt alles, was ich von ihm erwartet habe – und das bei einen sehr guten Verarbeitung. Die CLS Funktion klappt auf Anhieb hervorragend, damit hat sich der Einkauf rentiert. Bei einem deutlich günstigeren Preis als die Nikon Varianten habe ich bei der Qualität keinen Grund gesehen, das Original zu wählen. Ganz im Gegenteil, ich werde mich jetzt an 2 Lichtquellen heranwagen und einen zweiten YN 565 ordern.