Wer ein Bild oder ein Kunstwerk hat, der möchte es natürlich gern an einer Wand aufhängen bzw. auf einem Sideboard oder einem ähnlichen Möbelstück aufstellen. Zu diesem Zweck werden schon sei vielen Jahrhunderten Bilderrahmen in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben und auch mit verschiedenen Stilrichtungen verwendet.
pictures-842343_640Ursprünglich entstand der Bilderrahmen aus einer Umrahmung, die an die Reliefs an den Kirchenmauern angebracht wurde. Die ersten Bilderrahmen bestanden also aus Stein. Bis der Bilderrahmen entstand, wie wir ihn heute kennen, als eine Umrandung für ein bewegliches Bild, sollte es noch viele Jahre dauern. Erst in der Gotik veränderte sich mit dem Baustil auch die bemalbare Fläche an der Kirchenwand. Im Gegensatz zur Romanik, in der die Kirchen Bollwerken mit möglichst kleinen Öffnungen (Fenstern) glichen, um so einen Schutz gegen das vermeintlich Böse zu haben, wurden die Bauwerke, die in der Romantik (etwa ab 1130 bis 1500) deutlich freundlicher gebaut.

framed-51323_640Große Fensterflächen erlaubten einen großzügigen Lichteinfall in die Kirchen und Gebäude, die in dieser Zeit errichtet wurden. Dies hatte aber zur Folge, dass die Wände den Fenstern weichen mussten. Um aber immer noch ausreichend Fläche zur Darstellung der kirchlichen Motive zu haben, wurden freistehende Altäre aufgestellt. Auf diesen Altären fanden zukünftig so genannte Altartafeln ihren Platz. Da diese Tafeln mit kunstvollen Rahmen aus Holz eingefasst waren, die aufwendig bemalt und vergoldet wurden, kann man hier von der Geburtsstunde des modernen Bilderrahmens sprechen.

Der Übergang von der Gotik zur Renaissance verlief wie in den meisten Epochen, fließend. Der Bilderrahmen hielt in dieser Epoche Einzug auch in die privaten Wohnhäuser. So galt es unter der wohlhabenden Bevölkerungsschicht als ausgesprochen chic, Selbstportraits in prunkvollen und prächtigen Rahmen zu präsentieren. Der Barock und auch der Rokoko waren dann die Epochen, in der die Kunst der Herstellung der Bilderrahmen perfektioniert wurde. Noch bis heute haben sich die Stile sowohl aus der Renaissance, dem Barock und dem Rokoko bei der Bilderrahmen-Gestaltung erhalten und werden vor allem für Gemälde noch heute verwendet.

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